Jetzt anmelden!
Modellunterschiede - was brauchen Sie
Genau wie bei den Ski gibt es auch bei den Bindungen große Qualitätsunter- schiede. Dabei gibt es eine einfache Regel. Je hochwertiger die Skibindung ist, desto sicherer und elastischer ist sie. Es gibt folgende Qualitätsstufen:
Easy
Einfache Skibindungen mit geringer Elastizität und niedrigem Sicherheitsstandard (nach Stand der Technik). Überwiegend bei Skisets der Preiskategorie Easy oder Allround zu finden. Der Einstellbereich (Z-Wert) liegt meistens zwischen 2 und 10.
Komfort
Skibindungen mit gutem Sicherheitsstandard und guten Elastizitätswerten für Ski- läufer die überwiegend im mittleren Geschwindigkeitsbereich unterwegs sind und Wert auf eine rechtzeitige Auslösung bei einem Sturz legen. Je nach Ausstattung bei Skisets der Kategorie Komfort und Elite im Set erhältlich. Der Einstellbereich liegt zwischen 3 und 11.
Sport
Elastische Skibindungen für Skifahrer die sich überwiegend im oberen Geschwindig- keitsbereich bewegen und eher Probleme mit Frühauslösungen fürchten. Diese Ski- bindungen werden bei Skisets der Kategorie Sport, Elite oder Race eingesetzt. Der Einstellbereich liegt zwischen 4 und 12.
Race
Sehr elastische Skibindungen mit sehr starken Federn (Z-Wert über 14) für höchste Belastung im Rennlauf oder bei extremen Geschwindigkeiten. Diese Skibindungen werden meist in der Qualitätsstufe Race oder Elite montiert. Der Einstellbereich liegt zwischen 5 und über 14.
Kaufempfehlungen
Folgende Punkte sollten Sie beachten, bevor Sie sich für ein Skimodell/-Set entscheiden.
1. Bei jedem Sturz und jedem Schlag den Ihr Ski auf der Piste bekommt, schützt die Skibindung Ihre Gesundheit. Unmerklich und zuverlässig, zigmal am Tag. Aber jedes Sicherheitsteil hat irgendwo seine Grenzen, das eine früher und das andere später. Erst dann wissen Sie ob Ihre Bindung gut genug war. Es ist Ihre Entscheidung was Ihnen Ihre Gesundheit wert ist.
2. Lassen Sie sich vor dem Skikauf zuerst Ihren Bindungseinstellwert ausrechnen. Wählen Sie dann ein Bindungsmodell, bei dem der Auslösewert auf der Einstellskala im mittleren Drittel liegt. Nur dann funktioniert die Bindung optimal.
Liegt der Wert bei einem Kind oder einer Frau im unteren Drittel, ist die Auslöse- feder zu wenig vorgespannt und die Bindung hat weniger Kraft um den Schuh nach einem Schlag wieder zurückzuholen.
Ein schwerer oder schneller Fahrer hingegen muss darauf achten, daß der Wert nicht am oberen Skalenende liegt, sonst ist die Feder zu stark vorgespannt und hat nicht mehr genügend Elastizität um Schläge abzufangen.
In beiden Fällen steigt das Risiko einer Frühauslösung, was besonders bei hohen Geschwindigkeiten unangenehme Folgen haben kann.
3. In der Regel kaufen sich die schlechtesten Fahrer die "unsichersten" Bindungen. Warum? Ein Anfänger welcher an einem "Idiotenhügel" mehrmals am Tag bei niedrigen Geschwindigkeiten langsam umfällt, hat das zigfache Verletzungsrisiko gegenüber einem guten Fahrer der einmal im Jahr in schwierigem Gelände stürzt. Lassen Sie sich die technischen Sicherheitsmerkmale der verschiedenen Bindungsmodelle zeigen bevor Sie sich für ein Skimodell entscheiden. Denn nur die Kombination zwischen Fahrspass und Sicherheit ergibt ein gutes Gesamtprodukt.
4. Das Wichtigste ist die fachmännische Einstellung Ihrer Bindung und deren jährliche Überprüfung. Gerade bei Kindern oder Frauen mit niedrigen Einstellwerten können kleine Abweichungen durch Abnutzung der Schuhsohlen oder Kratzer auf der Gleitplatte den Auslösewert drastisch nach oben treiben. Bewahren Sie den Einstellzettel Ihres Fachgeschäftes unbedingt auf. Im Falle eines Unfalls ist dieser entscheidend für eventuelle Schmerzensgeld-Forderungen.
5. Haben Sie das Gefühl, Ihre Skibindung geht zu früh oder zu spät auf, lassen Sie diese im Fachgeschäft nochmals überprüfen. Als schnelle Hilfe auf der Piste kann Ihnen niemand verbieten an Ihrer eigenen Skibindung herumzuschrauben um diese stärker oder schwächer einzustellen, es ist Ihre eigene Entscheidung und Risiko, denn damit verlieren Sie im Falle einer Verletzung den Anspruch auf Schadensersatz gegenüber dem Einsteller. Drehen Sie aber immer nur maximal 0,5 Punkte zu oder auf und testen Sie ausführlich ob es reicht. Schrauben Sie jedoch nie an fremden Skibindung herum, insbesondere bei Kindern, denn bei einem Unfall können Sie sonst zur Rechenschaft herangezogen werden. Bei Schmerz und Geld hört jede Freundschaft auf.
Noch Fragen zu dieser Seite? Dann schicken Sie mir einfach eine E-Mail.
Diese Seiten könnten Sie auch interessieren:
Skilänge - so finden Sie die ideale Skilänge für jeden Ski.
Skitypen - bestimmen Sie den optimalen Skityp für Ihre Ansprüche
Skikatalog - hier finden Sie Informationen zu (fast) allen Skimodellen.
Skiservice - so pflegen Sie Ihre Ski richtig.
Skitechnik - so wird ein Ski gebaut
Skihersteller: Atomic Ski, Blizzard Ski, Dynastar Ski, Dynamic Ski, Elan Ski, Fischer Ski, K2 Ski, Kneissl Ski, Nordica Ski, Rossignol Ski, Salomon Ski, Scott Ski, Völkl Ski


