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Besser fahren mit der richtigen Bindung?
Viele Ski/Bindungshersteller werben damit, daß ihr Bindungssystem keinen Einfluss auf die Skidurchbiegung hat und so die natürlichen Fahreigenschaften des Skis erhalten bleiben.
Die verschiedenen Bindungsformen
Es gibt drei verschiedene Montagesysteme bei den Skibindungen. Das "Ursystem", bei dem Vorderteil und Hinterteil als Einzelkomponenten mit Schrauben auf dem Ski befestigt werden. Dieses System versteift den Ski in der Skimitte und verändert dadurch die natürliche Biegelinie des Skis.
Bei der einteiligen Plattenbindung wird eine Grundplatte auf den Ski geschraubt und die Vorder- und Hinterteile der Bindung sind mehr oder weniger flexibel gelagert. Hier ist die ganze Bandbreite von frei beweglich bis normal möglich, teilweise lassen sich die Bindungen sogar in unterschiedlichen Härtegraden einstellen.
Moderne Ski-Bindungssysteme bestehen aus einem Ski mit einer integrierten Bindungs-Aufnahme und einer speziell darauf abgestimmten Bindung die frei gleitend auf dem Ski montiert wird und keinen Einfluss auf die Biegelinie hat.
Die Auswirkungen auf die Biegehärte
Wie sich die verschiedenen Systeme auf die Fahreigenschaften auswirken, darüber streiten sich die Geister. Ich habe öfters das selbe Skimodell mit verschiedenen Bindungssystemen getestet, bei einigen habe ich gar nichts gemerkt, bei anderen waren deutliche Unterschiede feststellbar.
Die Firma Marker hat ein Bindungssystem entwickelt, bei dem man die Bindung mit einem Hebel auf weich oder hart einstellen konnte. Die Argumentation der Firma Marker war folgende:
Auf Stufe 1 konnte die Bindung frei gleiten, hat also den Ski nicht beeinflusst. Diese Einstellung sollte dem Ski ein weicheres Fahrgefühl geben, empfohlen für weiche Pisten und normale Geschwindigkeiten.
Auf Stufe 2 wurde die Bindung leicht blockiert, vergleichbar mit der Montage einer zweiteiligen Bindung. Diese Einstellung sollte man auf härteren Pisten und höherer Geschwindigkeit benutzen.
Auf Stufe 3 wurde die Bindung stark blockiert, das Mittelteil des Skis wurde deut- lich versteift und sollte dem Ski mehr Eisgriffigkeit im mittleren Drittel geben. Der Einsatzbereich laut Marker - sehr harte Pisten bei hoher Geschwindigkeit.
Ich habe diese Bindung aus Überzeugung jahrelang auf verschiedenen Ski gefahren und je nach Skimodell mehr oder weniger starke Unterschiede zwischen Stufe 1 und 3 festgestellt. Meine Ansicht zu den jetzigen Ski-Bindungskombinationen:
+ Ja, die Bindung wirkt sich auf die Fahreigenschaften eines Carvingskis aus.
- Aber da je nach Schnee und Tempo mal weich oder mal hart besser ist, gleicht sich das aus.
O den Unterschied merkt man sowieso nur bei verstellbaren Systemen. Alles andere ist Marketing.
Die Auswirkung der Bindungsposition
Bei einigen Bindungssystemen lässt sich die Skibindung nach vorne oder hinten verschieben und so kann Drehpunkt verändert werden. Das wirkt sich folgendermassen aus:
Bindung nach vorne (1-3cm) schieben und der Ski wird drehfreudiger.
Bindung nach hinten (1-3cm) schieben und der Ski wird laufruhiger und beschleunigt besser.
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