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Wir empfehlen für alle aktiven Skifahrer und besonders für Freeski-Fahrer mit erhöhter Materialbelastung den Abschluß einer

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Der Druck- und Zuggurt


Wichtiger als der Kern sind der Druckgurt und der Zuggurt im Ski. Diese nehmen die Hauptlast auf und haben neben der Taillierung den meisten Einfluss auf die Fahreigenschaften des Skis.

Jeder Ski hat oben einen Druckgurt der beim Schwung zusammengedrückt wird und unten einen Zuggurt der gedehnt wird. Mit diesen Gurten wird die Druckverteilung in Längsrichtung und die Verdrehsteifigkeit des Skis gesteuert.

Die Qualität der Gurte wirkt sich stark auf die Lebensdauer des Skis aus, da bei jedem Schwung die Gurte extrem belastet werden. Nehmen Sie einmal ein Stück Blech oder Draht und biegen es mehrmals durch und Sie werden merken wie das Material an Elastizität verliert. Das Selbe passiert beim Ski.

Einfache Bauweise

 

Bei den einfachen Ski bestehen Druckgurt (1) und Zuggurt (2) aus Drähten, Rohren oder gelochten Metallblechen die nur in den Kern mit eingeschäumt werden. Damit kann man weder die Fahreigenschaften beeinflussen noch die Qualität steuern. Qualität >Easy< und >Allround<

Metall-Begurtung

 

 

Am häufigsten werden Druck- (1) und Zuggurt (2) aus Aluminium- oder Titanal- platten eingesetzt. Diese übertragen das Gewicht des Skifahrers gleichmässig auf die gesamte Länge des Skis. Der Ski wird dadurch spurstabil und hat universelle Fahreigenschaften bei mittleren bis langen Schwüngen. Qualität ab Allround aufwärts, je teuerer desto hochwertiger ist das Alu-Material.

Kunststoff-Begurtung

 

Verwendet man Druck- (1) und Zuggurte (2) aus Kunststoff-Fasern wie Gfk, Grafite oder Carbon wird der Flächendruck im Schaufel- und Endenbereich kleiner, dafür im Bindungsbereich höher. Diese Ski sind in der Regel wendiger und haben mehr Eisgriffigkeit unter der Bindung. Ideal für Ski mit kurzen bis mittleren Schwung- radien. Qualität ab Allround aufwärts, je teuerer desto höher ist der Anteil an Kohlefaser-Material.

Teilweise werden auch Metall- und Kunststoffgurte gemischt, d.h. der Druckgurt wird aus Metall und der Zuggurt aus Kunststoff gefertigt bzw. umgekehrt.

Profil-Begurtung

 

Bei dieser Konstruktion wird der Druckgurt (1) als Schale ausgeformt, der Zuggurt (2) als Platte. Dabei werden sowohl Kunststoffe als auch Metalle eingesetzt. Der Vorteil dieses Druckgurtes ist der, daß der Druck über die Seitenkante direkter auf die Stahlkante übertragen wird und der Ski wird in Längsrichtung durch das U-Profil deutlich steifer. Je nachdem ob Metall oder Kunststoff verwendet wird, ändert sich der Grundcharakter des Skis. (siehe Metall- bzw. Kunststoff-Begurtung) Qualität >Sport<, >Elite< und >Race<

Achtung! Diese Konstruktion bitte nicht mit einer CAP-Bauweise vergleichen, dort ist nur eine Plastikfolie als Profil über den Ski gestülpt, das hat keinen Einfluss auf die Fahreigenschaften!

Torsionsbox

 

Bei einer Torsionsbox gibt es keinen Druck- oder Zuggurt sondern hier wird ein Glasfasermaterial um den Kern herumgewickelt, es entsteht ein Rechteckrohr (1), was dem Ski die Fahreigenschaften einer Kunststoffbauweise verleiht. Werden zusätzlich noch Metallgurte (2) eingelegt, bekommt der Ski den Charakter eines Metallskis. Die Torsionsbox macht den Ski sehr verwindungssteif was der Eisgriffigkeit zugute kommt. Qualität >Komfort<>Sport<, >Elite< und >Race<

Kombinationen

Diese fünf Bauweisen sind nur die Grundbauweisen die in mehrere Variationen kombiniert werden. Die hohe Kunst des Skibaus besteht darin, Konstruktion und Material so zu verbinden, daß der optimale Ski für die angesprochene Zielgruppe entsteht. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, je mehr Geld man für einen Ski ausgibt, desto ausgewogener sind die Fahreigenschaften abgestimmt und desto höher ist die Lebensdauer eines Skis. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Und was ganz wichtig ist: in den unteren Preislagen ist durch die einfachen Konstruktionen keine gezielte Produktionssteuerung möglich. Die Streuung bei den Fahreigenschaften ist teilweise enorm. Ich hatte schon Allroundcarver für Einsteiger in 170cm an den Füssen, da war ich nach 2 Fahrten froh diese wieder los zu werden weil ich zu viel Kraft gebraucht habe. Dagegen war mein 220cm Abfahrtsrennski ein Drehwunder!

Gegen Schläge von harten Pisten helfen eingebaute Stoßdämpfer. weiter...