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Fragen zum Thema Skilänge


Die meisten Fragen beziehen sich anscheinend auf das Problem mit der richtigen Skilänge. Das Wesentliche habe ich im Bereich Die Skilänge ausführlich beschrieben, so daß die Wahl der Skilänge kein Problem mehr sein sollte. Ansonsten helfen Ihnen die Antworten auf folgende Fragen weiter:

Frage: Soll ich das Skimodell XY in der Länge 177 oder 185 nehmen?

Anhand Ihres PRWs und der Längentabelle bei den Skitypen können Sie den empfohlenen Längenbereich für jedes Skimodell ablesen. Schwanken Sie zwischen zwei Längen, müssen Sie selbst entscheiden mit welchen Nachteilen Sie besser klarkommen. Wählen Sie die kürzere Länge verlieren Sie etwas an Laufruhe und Fahrkomfort, mit der längeren Ausführung brauchen Sie etwas mehr Kraft beim drehen. Im Prinzip ist der Unterschied zwischen den beiden Längen nicht relevant, da sich die Vor- bzw. Nachteile während eines Skitages ausgleichen. Das gilt jedoch nur beim gleichen Skimodell!

Frage: Braucht man mit einem kürzeren Ski weniger Kraft?

Jain! Das ist eine Frage der Geschwindigkeit und des Pistenzustandes. Bei niedrigen Geschwindigkeiten auf glatter Piste lässt sich ein kurzer Ski leichter drehen. Aber schon bei mittlerer Geschwindigkeit spielt die Länge beim Drehen fast keine Rolle mehr. Bei hohen Geschwindkeiten hingegen steigt der Kraftaufwand beim kurzen Ski dagegen enorm an. Wird der Ski unruhig, brauchen Sie sehr viel Körperspannung um den Ski zu stabilisieren, das kostet richtig Kraft und ist ausserdem ein sehr unangenehmes Gefühl.

Das Selbe gilt für unebenes Gelände. Während ein langer Ski Buckel und Wellen überbrückt, "fällt" der Kurze in jede Kuhle und der Körper pendelt nach vorne bzw. nach hinten. Auch hier kostet das Halten der Körperspannung sehr viel Kraft, ausserdem steigt die Gefahr eines Fahrfehlers. Beispiel: Bei Slalomrennen reicht den Spitzenfahrern schon ein klein wenig zuviel Vorlage oder Rücklage und der Ski haut ab. Und die können sehr gut fahren und fahren auf ebenen Pisten.

Meine persönliche Meinung zum Thema kurze Ski lautet: Das Industrie und der Handel hat in den letzten Jahren die Skilängen radikal nach unten gedrückt um mehr Umsatz zu machen, so nach dem Motto - hast Du noch lange Ski, bist Du von gestern.

Im Jahr 2001 lautete die Prognose der INTERSPORT daß in drei Jahren keine Ski mehr über 170 cm verkauft werden. Wo sind wir heute? Die kurzen Funcarver sind vom Markt verschwunden, Slalomcarver nur noch ein Randthema - der Trend 2008 sind All-Mountain-Carver die wieder bis 190 cm gehen und deutlich breiter sind. Deutlich breiter bedeutet mehr Masse und damit mehr Laufruhe, aber auch mehr Kraftaufwand. So geht man über die Hintertür wieder auf "lange" Ski.

Frage: Was bedeutet "lange Ski bieten mehr Fahrkomfort"?

Vergleichen Sie den Fahrkomfort eines langen Skis mit dem eines Autos mit langem Radstand. Wenn Sie heute mit einem Kleinwagen mit 180 km/h über die Autobahn fahren, ist das anstrengend. Mit einem Mittelklassewagen merken Sie die Geschwindigkeit nicht einmal. Lange Ski bügeln Unebenheiten auf der Piste einfach glatt, der Körper pendelt nicht und dadurch ist weniger Körperspannung notwendig. Das empfindet der Körper als angenehmer.

Frage: Mein Kumpel schwört auf kurze Slalomcarver und hat mir das Modell XY in 160cm empfohlen?

Wenn Dein Kumpel so auf Slalomcarver fixiert ist, ist es kein guter weil nicht objektiver Berater. Was für Ihn gut ist, muss für Dich noch lange nicht gut sein. Wenn Du die Informationen auf dieser Seite gut durchgelesen hast, solltest Du selbst entscheiden können, welcher Skityp Deinen Fahrgewohnheiten entgegenkommt. Sind es Slalomcarver, kannst Du den Rat Deines Kumpels annehmen, wenn nicht solltest Du Dir einen anderen Berater suchen.